Das Interesse war groß am ersten öffentlichen Erst-Helfer-Abend in Schöntal, zu dem die Freiwillige Feuerwehr Backnang, Abteilung Schöntal, gemeinsam mit dem DRK Ortsverein Backnang, der Vereinsinitiative Die Kirche bleibt im Dorf und der Bürgerstiftung Backnang eingeladen hatte.

Jedes Jahr sterben über 100.000 Menschen in Deutschland an plötzlichem Herztod – auch weil lebensrettende Wiederbelebungsversuche durch Herz-Druckmassage oder Defibrillator zu spät kommt. Zwar haben die meisten Erwachsenen in ihrem Leben die Durchführung von Reanimationen mit der ersten Führerscheinzulassung erlernt, doch Studien zeigen: nur mit regelmäßiger Praxis steigert sich das Selbstvertrauen, diese im Ernstfall auch durchzuführen.

Demonstration der Herz-Druckmassage. Studien zeigen: durch regelmäßiges Training gewinnen Laien mehr Selbstvertrauen, um diese im Ernstfall durchzuführen mit steigenden Überlebenschancen für die Person in Not.
Demonstration der Herz-Druckmassage. Studien zeigen: durch regelmäßiges Training gewinnen Laien mehr Selbstvertrauen, um diese im Ernstfall durchzuführen mit steigenden Überlebenschancen für die Person in Not.

Bei lebensgefährlichen Herzrhythmusstörungen oder Kammerflimmern kann ein Herz auch mit einem Defibrillatoren (auch Defi oder AED genannt) durch Elektroschocks wieder in einen geordneten Rhythmus versetzen werden. Deren Gebrauch war lange Zeit dem Fachpersonal vorbehalten. Inzwischen können moderne Geräte auch von Laien genutzt werden, und werden vermehr in öffentlichen Räumen installiert. (Eine Karte mit den Standorten findet sich auf der Webseite der Stadt Backnang mit Klick auf das Grüne Symbol oben links neben der Suchfunktion.)

Besonders groß war demnach das Interesse der Teilnehmenden an den neuesten Erkenntnissen der Wiederbelebung. Die Reanimation mit dem AED wurde unter fachkundiger Anleitung vom DRK, Fachkräften der Feuerwehr und Allgemeinarzt Dr. Johannes Muck erklärt, und es konnten medizinische Fragen gestellt werden. Zudem konnten die Teilnehmenden die Herz-Druckmassage direkt an Übungspuppen trainieren und zusätzlich den sicheren Umgang mit Feuerlöschern erproben. Feuerwehr-Abteilungskommandant Michael Treiber zeigte sich vom regen Interesse begeistert und versprach bereits vor Ort: „So ein Erst-Helfer-Abend soll nicht der letzte gewesen sein!“